Wehr trainiert am Defibrillator

  • PDF
  • Drucken
  • E-Mail

Ausbildung in Erste Hilfe und Frühdefibrillation

Ausbildung wird in Tönning groß geschrieben, so wurde in der Zeit vom 14.2.2011 bis zum 26.2.2011 ein Lehrgang in Erster Hilfe mit dem Schwerpunkt Frühdefibrillation durchgeführt. Ausbilder Dennis Domann wiederholte mit den 23 Teilnehmern

die Grundlagen der Ersten Hilfe und erläuterte den Teilnehmern die Notwendigkeit, Funktion, Wartung und das Handling der Frühdefibrillationsgräte (AED). Nicht nur in der Theorie wurde über die "AED"-Geräte gesprochen, auch in der Praxis mussten die Teilnehmer ihre frisch erworbenen Kenntnisse umsetzen. Mit speziellen Trainingsgeräten wurde der Ablauf der Herz-Lungen-Wiederbelebung realitätsnah vermittelt. Alle Teilnehmer erhielten im gleichen Atemzug auch eine Einweisung auf ein AED- Gerät der Firma Heartsine nach MPG.

 

In Tönning ist bereits im Schwimmbad seit November 2010 ein solches Gerät im Einsatz. Auch die Feuerwehr Tönning hat die Notwenigkeit eines solchen Gerätes erkannt und plant ein AED-Gerät zu beschaffen. Wehrführer Frank Sass sagte: "Der plötzliche Herztod kann jeden jederzeit überall treffen, auch uns Einsatzkräfte. Man kann nicht immer davon ausgehen immer einen RTW mit an der Einsatzstelle zu haben. Unsere Einsatzkräfte sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Dieses Risiko wollen wir reduzieren."

Vor diesem Hintergrund sind die Einsatzkräfte geschult und bewegen sich dann auch rechtlich auf standhaftem Boden. Denn der Betrieb eines AED fordert auch einige Voraussetzungen an die Feuerwehr als Betreiber nach Medizinproduktegesetz. Wann ein solches Gerät in bei der FF Tönning beschafft kann, ist derzeit noch von der Finanzierung abhänig.

 

Neben der Ausbildung am AED wurde auch der Umgang mit dem Spineboard und der Schleifkorbtrage in verschiedenen Situationen trainiert. Das trainieren der Ersten Hilfe ist für Feuerwehrleute und jeden einzeln gleichermaßen wichtig.

 

Ausbildung bring Sicherheit!! - Wer sicher ist kann mit einfachen Handgriffen Leben retten

 

 

 

 

Hintergrundinfo: (Quelle:http://www.steiger-stiftung.de/Hintergrund.45.0.html)

Obwohl meist vermeidbar, ist der plötzliche Herztod mit mehr als 100.000 Betroffenen eine der häufigsten Todesursachen der Bundesrepublik außerhalb von Kliniken. Der Tod wird durch Herzrasen (Kammerflimmern) verursacht, was zu einem sofortigen Herz-Kreislauf-Stillstand führt. Der häufig vermeidbare Tod so vieler Mitbürger ist eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.

Nach einem plötzlichen Herzversagen hat der Betroffene nur eine Chance, wenn sofort mit der Herzdruckmassage und der Anwendung eines Defibrillators begonnen wird. Zum schadensfreien Überleben bleibt nur ein Zeitfenster von drei bis fünf Minuten. Die Hilfsfrist des Notarzt- und Rettungsdienstes beginnt in der Regel nach drei bis fünf Minuten. Die Hilfe innerhalb dieses Zeitfensters ist also weder von Notärzten noch von Rettungsdiensten machbar. Deshalb ist die Breitenausbildung der Bevölkerung die einzige Lösung des Problems.