"Feuerwehr muss Chefsache sein"

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"Feuerwehr muss Chefsache sein"

5. April 2011 | 04:30 Uhr | Von dew

Jahresversammlung der Brandschützer im Kreis: Bessere Tages-Verfügbarkeit und Verjüngung der Truppe gefordert

Haben ausgedient: Als erstes werden die analogen Zweimeterband-Handfunkgeräte (Foto) sowie die Viermeterband-Funkgeräte im Fahrzeug ausgetauscht. Foto: dew

Die 136 Feuerwehren und 54 Jugendwehren des Kreises zählen gegenwärtig 8285 Mitglieder, davon 5453 Aktive, 1658 Ehrenmitglieder und 1174 Jugendfeuerwehr-Leute. Die Tendenz sei leicht rückläufig, derzeit aber keineswegs bedrohlich. Dennoch mahnte Kreisbrandmeister Christian Albertsen bei der

Jahresversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Nordfrieslandhalle Leck schon mal an, einerseits neue Kräfte für die Wehren zu gewinnen, andererseits jede Wehr zu erhalten und schließlich auch für eine optimale Tages-Verfügbarkeit und Verjüngung zu sorgen. "Feuerwehr muss Chefsache sein", wandte er sich an die Adresse der Bürgermeister, die für eine Sicherstellung des Brandschutzes in der Pflicht stehen.

 

"Die Jugendfeuerwehr in Nordfriesland ist immer noch mitgliedsstärkster Verband im Lande", meldete Kreisjugendfeuerwehrwart Björn Hufsky. "Und das soll auch so bleiben." Eigentlich solle jede Feuerwehr eine Jugendabteilung haben.

151 stimmberechtigte Delegierte wurden von den 136 Wehren nach Leck entsandt. Kreispräsident Albert Pahl, Ministerialrat Hans Schönherr, MdL Astrid Damerow und Ehrenmitglied sowie DFV-Ex-Präsident Hinrich Struve waren ebenfalls der Einladung gefolgt. Dauerbrenner waren im vergangenen Jahr die Schwierigkeiten der Leitstelle Nord, Einsatzkräfte ans Ziel zu bringen. In Vorbereitung ist nach den Worten Christian Albertsens die Einführung des Digitalfunks Mitte nächsten Jahres sowie die (Sammel-)Anschaffung von Geräten. Zu einem Dauerthema und nicht frei von Ärger hat sich die Sache mit dem Feuerwehrführerschein entwickelt. Die Diskussion, so der Kreisbrandmeister bleibe vorerst spannend, dass es noch einige Hürden gäbe. Nachhaltig auf die Feuerwehrleute wirkende Einsätze waren ein Hotelbrand in St. Peter Ording und die Serie von Brandstiftungen auf Sylt sowie ein erst vor wenigen Tagen verbranntes Fahrzeug auf dem Autozug, das von der Morsumer Wehr trotz der schwierigen Einsatzbedingungen gelöscht wurde.

Für den Verband, die beiden Feuerwehrzentralen in Husum und Niebüll sowie die allgemeine Finanzwirtschaft summierte sich das Volumen des Verwaltungs- und Vermögenshaushalts 2010 auf je 796 180 Euro. Für dieses Jahr sind im Verwaltungshaus 824 400 und im Vermögenshaushalt 167 100 Euro angesetzt. Aus der Leitung der Feuerwehr-Bereitschaft wurde nach 20 Jahren Ernst Georg Nommensen (Struckum) verabschiedet und von Kreispräsident Pahl geehrt. Gleichzeitig wurde Nachfolger Christoph Löbig aus Niebüll vorgestellt. Matthias Trapp aus Garding rückt als Beisitzer in den Vorstand.

Als Arbeitgeber, der in besonderem Maße zur Feuerwehr steht, wurde die Firma Björn Oechsle aus Bramstedtlund geehrt. Hauptbrandmeister Holger Makoben aus Schwesing wurde auf Beschluss der Versammlung zum Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt. Hohe Auszeichnungen erhielten Oberbrandmeister Heinz-Herbert Andresen (Braderup) und Holger Makoben (Schwesing). Sie erhielten das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber bzw. Gold. Für Hauptbrandmeister Joachim Christiansen gab es das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Quelle:

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/husumer-nachrichten/artikeldetails/article/805/feuerwehr-muss-chefsache-sein.html